Hausrenovierung – Mit diesen Förderungen können Sie rechnen
Um Ihr Haus zugleich effizient sowie optisch ansprechend zu erhalten, sind von Zeit zu Zeit Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen notwendig. Aufgrund der gegenwärtigen Niedrigzinssituation haben Sie mehr von Ihrem Geld, wenn Sie es in die Sanierung Ihrer Immobilie investieren. Besonders die Förderprogramme „Effizientes Sanieren“ und „Altersgerecht Umbauen“ von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sind großzügige Subventionen für Ihr Ansinnen. Ein Wegweiser durch das Dickicht des Förderdschungels.

 

Häuser und Wohnungen effizient sanieren und modernisieren

1. Neue Heizungsanlage:
Um energiesparend, nachhaltig und komfortabel zu wohnen, ist nach rund 15 Jahren eine Sanierung ihrer Heizungsanlage fällig. Steigen Sie auf eine energieeffizientere Heizungstechnik um, wird Ihr Vorhaben als Einzelmaßnahme von der KfW gefördert. Je nachdem, für welche Heizungsanlage Sie sich entscheiden, können Subventionierungen der KfW mit Förderungen der BAFA kumuliert werden.
 INFO: Grundsätzlich wird von der BAFA der Einbau von Biomasse-Heizungen, effizienten Wärmepumpen, KWK-Anlagen und Solarthermen unterstützt.

2. Außendämmung der Fassade:
Gerade bei Altbauten ist es unerlässlich, eine effiziente Wärmedämmung anzubringen. Je nachdem, wie alt Ihr Haus ist, ist es vielleicht noch mit Holzwolle oder Flachsfaser gedämmt: Längst veraltete Dämmstoffe, die mit den modernen Produkten nicht mehr mithalten können. Die KfW fördert die Dämmung als Einzelmaßnahme in Form eines Zuschusses (Programm 430).
Die Innendämmung von Baudenkmälern und Fachwerkaußenwänden wird als Einzelmaßnahme mit dem Programm 152 (Kredit) gefördert.TIPP: Für die Erhaltung von Baudenkmälern im Rahmen von Dorferneuerungsprogrammen werden in Bayern Mittel für die Sanierung und Erhaltung zur Verfügung gestellt. Auskünfte dazu erteilen die Landwirtschaftsämter und die Direktionen für ländliche Entwicklung.

3. Dach dämmen:
Häuser, die vor 1976 erbaut wurden, benötigen spätestens jetzt eine neue Dachdämmung. Die KfW subventioniert bis zu 10% der Investitionssumme.
 
Bei Kauf und Sanierung eines Altbaus sind Sie verpflichtet, diesen auf EnEV-Standard zu bringen. Warum dann nicht gleich richtig Geld vom Staat holen?
 
4. Komplettrenovierung auf Energieeffizienzhaus 115:
Wenn Sie Punkt 1 bis 3 mit einer Dämmung der Geschossdecke kombinieren, können Sie (je nach Dicke des Mauerwerks) den Standard von Energieeffizienzhaus 115 erreichen. Diese effizienten Sanierungsmaßnahmen werden mit KfW-Programm 151 (Kredit) sowie 430 (Zuschuss) gefördert. Um den Überblick nicht zu verlieren, bietet die KfW mit Programm 431 einen Zuschuss zur professionellen Baubegleitung. Fällt Ihre Entscheidung auf eine Biomasseheizung oder Wärmepumpe, werden Sie durch das Marktanreizprogramm (BMWi) zusätzlich sowohl mit Investitionszuschüssen der BAFA als auch mit Tilgungszuschüssen der KfW unterstützt.
 INFO: Die KfW-Förderstufe Effizienzhaus 115 ist speziell für Altbaubesitzer zugeschnitten, um in diesem Bereich sinnvolle energetische Sanierungsmaßnahmen ermöglichen zu können.
 
5. Dachsanierung:
Gute Nachrichten bei Inanspruchnahme des KfW-Programmes 151 (Kredit) oder 430 (Zuschuss): Nicht nur die Dachdämmung selbst wird gefördert, sondern die Kosten einer Vielzahl von begleitenden Maßnahmen (beispielsweise der Austausch der Dachziegel, Einbau neuer Dachfenster und Überholung der Dachrinnen sowie Blitzableiter) können ebenso geltend gemacht werden. Sogar notwendige Arbeiten an Antennen und Satellitenschüsseln gehören zu diesem Paket. Als Einzelmaßnahme können Sie Programm 152 (Kredit) beantragen.
 
6. Fassade streichen:
Wenn Sie vorhaben, den Außenputz Ihrer Fassade abzuschlagen und zu erneuern, schreibt die Energiesparverordnung (ENeV) eine gleichzeitige Fassadendämmung vor (siehe Punkt 2). Wer „lediglich“ seine Fassade neu streicht, kann nicht mit Fördergeldern rechnen.ACHTUNG! Besitzer eines ungedämmten Hauses aufgepasst: Durch die ENeV sind Sie zu energetischen Sanierungsarbeiten verpflichtet! Verstöße werden mit bis zu 50.000 Euro Bußgeld geahndet.
 
7. Neue Fenster:
Für Fenster gilt dasselbe wie für eine neue Haustüre: nach 30 Jahren werden sie irreparabel. Für neue Fenster gibt es unter folgenden Voraussetzungen einen Zuschuss: Die Fenster müssen einem festgesetzten U-Wert entsprechen UND der U-Wert der Fassade muss den der Fenster übersteigen. Berücksichtigen Sie diese beiden Punkte, können Sie mit einer Förderung sowohl durch KfW-Programm 430 (Zuschuss) als auch durch 151/152 (Kredit) rechnen.
 
8. Schornstein sanieren
Spätestens, wenn der Schornsteinfeger Bescheid gibt, dass eine Generalüberholung fällig ist, werden Sie sich die Frage stellen, ob auch diese Art der Sanierung mit öffentlichen Mitteln unterstützt wird. Ja, das wird sie – so es sich gleichzeitig für Sie lohnt, das gesamte Heizungssystem auszutauschen. Dann wird Heizungssystem plus Schornsteinsanierung durch Programm 430 (Zuschuss) nebst 151/152 (Kredit) gefördert.

 

Altersgerecht umbauen
Das KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ schließt Maßnahmen zur Abtragung von Barrieren sowie zur Optimierung der Einbruchssicherheit ein.

 

9. Bad und Küche renovieren:
Denken Sie bei der Badrenovierung schon heute daran, im Alter so lange wie möglich unabhängig zu bleiben. Dann nämlich wird Ihr Plan durch das Programm „Altersgerecht Umbauen“ gefördert (Kredit 159/ Zuschuss 455).
10. Neue Eingangstür:
Entscheiden Sie sich für eine neue Eingangstür, welche die Voraussetzungen zur Energieeffizienz der EnEV erfüllt, bringt Ihnen auch dieses Projekt Geld vom Bund. Der Einbau einer neuen Haustüre wird als Einzelmaßnahme von der KfW (Zuschuss Programm 430 / Kredit Programm 152) gefördert. Für eine einbruchhemmende Haustüre können Sie Ihr Projekt ebenfalls von der KfW fördern lassen. Im Rahmen der „Maßnahme zum Schutz vor Wohnungseinbruch“ greift Programm 455 (Zuschuss) oder Programm 159 (Kredit).

 

WICHTIG! Stellen Sie Anträge auf Förderung immer vor der Realisierung des Bauvorhabens und gemeinsam mit einem Energieberater!

 

Warum ein richtiger Bayer Grund zum Schuhplatteln hat
Wenn Sie als Besitzer eines Mehrfamilienhauses Ihren Hauptwohnsitz in Bayern haben, können Sie sich glücklich schätzen. Für die Modernisierung und Erneuerung Ihrer Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern wird die KfW-Subvention noch dazu durch den Freistaat Bayern um einen Zuschlag von bis zu 100 Euro je m2 ergänzt. Eigentümer, Erbbauberechtigte und ebenso Nießbraucher des Objektes können in den Genuss dieser Zugabe kommen. Der Freistaat Bayern fördert zudem Modernisierungen von selbst genutzten Einfamilienhäusern sowie Eigentumswohnungen mit ca. 30-40% der förderfähigen Aufwendungen. Der Antrag wird bei den Landratsämtern oder den Stadtverwaltungen der kreisfreien Städte gestellt.