Wird derzeit ein Handwerker benötigt, dann muss der Bauherr bzw. der Immobilieneigentümer nach Schätzungen der ZDH mit einer Wartezeit von rund 10 Wochen rechnen. Vor allem die kleineren Betriebe sind von den personellen Kapazitätsengpässen stärker betroffen als die Großen. Immobilienbesitzer die nicht so lange warten wollen, können sich auf Portale wie renosys.de registrieren und dort nach den passenden Handwerkern in ihrer Region suchen. Ein weiteres Problem, dem die Handwerksbetriebe gegenüberstehen, ist der Mangel an Auszubildenden.

Mit dem Umsatz stieg der Zahl der Beschäftigten deutlich. Von den Betrieben wurde der Personalbestand 2017 um 30.000 Arbeiter (4 %) auf 812.000 Arbeiter im Jahresdurchschnitt aufgestockt. Es gelang, mehr als 100.000 neue Stellen seit der Finanzkrise 2009 zu schaffen.

Das Handwerk wird nicht untergehen

Es ist sicherlich nicht einfach, einem Zukunftsforscher eine konkrete Aussage zu entlocken, wie es um die Zukunft des Handwerks bestellt ist. Aber denn ist es möglich. So glaubt der Trendforscher Mark Morrison nicht daran, dass das „menschlich geprägte Handwerk“ dem Untergang geweiht ist. Sein Ausblick in die Zukunft heißt: „Einzigartigkeit, regionale Werkstoffe und hohe Qualität“ – all das wird sich nach der Einschätzung von Morrison gegenüber dem „Ikea-Allerlei“ behaupten. Dafür setzt er jedoch eines voraus: durch neue Kompetenzen müsse das ursprüngliche Wesen des Handwerks verändert werden.

Allgemein heißt es, dass der Handwerker von morgen digital ist, denn das Internet bringt Veränderung. Es ist ein Umdenken erforderlich aufgrund von Smartphone, Tablet & Co. Auch in den Handwerksbetrieben wächst das Internet zusammen und die Interaktion findet heute in einem anderen Rahmen und Orten statt. Die Kunden von morgen stellen ganz andere Ansprüche an Service, Kommunikation und Qualität. Er möchte ganz genau wissen, wann sein Auftrag in die Tat umgesetzt wird und will sein Angebot schnell und unkompliziert per Email erhalten, ebenso wie die Rechnung. So kann der Kunde von morgen den Überblick über seine Liquidität behalten. Arbeiten Unternehmer und Mitarbeiter effizienter, dann würde auch mehr Zeit vorhanden sein. Man hat mehr Zeit für das wesentliche und es wäre möglich, mehr Kunden zu bedienen und damit mehr Aufträge umzusetzen – eben mehr Menschen glücklich zu machen.

 

Fachbericht aus Wirtschaft.com